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Nächster Clubabend

02.05.2019

Beginn 19:00 Uhr 

Clubausfahrten April bis Oktober jeweils Sonntag um 09:00 Uhr!

 Mittwochstraining und individuelle Aktivitäten der Vereinsmitglieder

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Die "Esslinger Buam" vom RV Velo Club Simmering namens Ulli, Rudi und Dieter unternahmen mit Gerd und Thomas am Samstag dem 30.6.2012 einen Radausflug von Mauthausen nach Wien. Damit haben wir endlich unserem kleinen Quälgeist Dieter - genannt Dieterle - nachgegeben, der ja nur so von hyperaktiven Ideen strotzt.

Und so trafen wir uns an einem der heißesten Tage des bisherigen Sommers, um 4 Uhr früh (!) an unserem bewährten Treffpunkt im 22. Bezirk. Im morgendlichen Dunkel "tasteten" wir uns über den Biberhaufenweg Richtung 2. Bezirk wo wir ja noch unseren 4. Mitstreiter Thomas (den 5. das war der Gerd, nahmen wir am Westbahnhof auf) abholen mussten.

Doch was sahen wir am Biberhaufenweg in unserer Richtung mitten auf der Straße laufen? einen ausgewachsenen Dachs.

Offenbar haben die VCS`ler einen magischen Einfluss auf die Tierwelt denn Robert und Sven nahmen es schon mit Wildschweinen auf und dem Rudolf Peter war ein Biber zum Verhängnis geworden. Entsprechend vorsichtig nahmen wir unsere Fahrt nach einer Schrecksekunde wieder auf und so kam es, dass der freche Dachs mit Höchstgeschwindigkeit neben uns daherraste und keinerlei Anstalten machte im Lobaudickicht zu verschwinden. Nach bestimmt 500 Metern auf gleicher Höhe mit uns, beendete er das mit 25 Km/h geführte Wettrennen offenbar mit der Einsicht VCS`ler sind unschlagbar.....

So um 4:30 hatten wir auf der Donauinsel das Vergnügen halblustigen Discobesuchern zu begegnen die im Morgengrauen den Weg nach Hause fanden.

Kurze Zeit später waren wir dann bei Thomas in der Taborstrasse um ihn abzuholen. Mittlerweile zu viert radelten wir Richtung Westbahnhof wo unser Zug nach Mauthausen um 5:45 Uhr abging. Thomas wählte den Weg über den Schottenring  vorbei am lebhaften Treiben des Wiener Discovolks. Um 5 Uhr hatte ich noch nie so viel lustige und halblustige Leute gesehen die sich bei voll aufgedrehter Volksgarten Disco Musik bunt vergnügten.

Nach ein bisschen links und rechts (Hasen) spähend, gelang es uns gesund die Mariahlifer Straße zu erreichen wo auch wieder ein Verkehr herrschte als hätten alle Discos zur gleichen Zeit geschlossen. Und zur Krönung saß auch noch ein Lebensmüder mitten auf der Gürtelkreuzung und wollte sich offenbar überfahren lassen. Verrückt, aber es war so.

Wie schön war es da unseren Gerd zu sehen der schon im Westbahnhof auf uns wartete. Gerd hatte sich spontan entschlossen mitzufahren aber keinen Platz in unserem Zug ergattert (später stellte sich heraus dass eh genügend Platz in unserem Zug war) und er um 5:30 einen Zug nach Amstetten nahm um uns dann Richtung Mauthausen entgegen zu radeln.

Nach unserem Umstieg in St. Valentin ging es nach Mauthausen wo wir um Punkt 7:30 den Kampf um die 220 Km nach Wien aufnahmen. Dieterle der Mauthausen-Wien schon im Vorjahr Solo - bei heftigen Gegenwind ab Melk - erradelte, führte uns sicher auf den Donauradweg wo dann sogleich zu erkennen war, dass wir erstens nicht die einzigen waren sondern dass der Wind aus der falschen Richtung uns entgegen wehte. Dass mit dem Radlerverkehr hatte Ulli fest im Griff denn er hatte ein Pfeiferl dabei und blies sich manchmal die Lunge aus dem Hals.....

Das mit dem Wind mussten wir aber mit unseren Oberschenkeln erledigen und da hatten wir halt die ersten 150 Km keine Probleme aber dazu später.

Kurz nach Mauthausen, genauer gesagt an der Grenze zu NÖ; trafen wir auf Gerd und damit war der 5er VCS Express komplett.

Nach 80 Km machten wir erstmals in der Höhe von Melk bei herrlichen "Radlern" und guten Frankfurtern, im Kollektiv bestellt, Rast.

Derart gestärkt liessen wir die herrliche Wachau stromabwärts links an uns vorüber ziehen und waren von der Schönheit und Lieblichkeit mehr als begeistert. Dass in Dürnstein ein Bergsprint angesagt war, ist als selbstverständlich anzusehen.

In Mautern wechselten wir auf die andere Seite der Donau um dem eher umständlichen Krems auszuweichen.

So kamen wir dem  wunderschönen Stift Göttweig näher und erreichten nach 150 Km etwas ausgepowert, ob der 36 Grad die nächste Rast, dass Donaurestaurant  inTraismauer. Da zischten die Krügerln in unsere Kehlen dass es eine Freude war.

Nach einer lukullischen Stärkung bei brütender Hitze, obwohl wir im Schatten saßen, nahmen wir den vorletzten Teil in Angriff und erhöhten das Tempo da der Fahrtwind uns dadurch etwas mehr kühlte.

Außerdem ist der Weg Richtung Greifenstein zu unserem, von den Ruck Zuck Abendausfahrten bekannten "Alten Hafen" eher etwas fade und daher schnell zu bewältigen. So kam es, dass wir mit 30-35 Sachen gg. Wind und Sonne antraten und 20 Km vor Greifenstein auf einen eher älteren Mountainbiker trafen den wir schon lange vor uns sahen der aber nur langsam näher kam. Tatsächlich ist der alleine gg. den Wind ein beachtliches Tempo gefahren und wir hinter ihm "herzockeln" mussten, aber nicht wollten. Dieterle und Gerd die vorne fuhren bekamen daher von Ulli aus der 2. Reihe den Auftrag den halt zu überholen, was sie dann mehr oder weniger freiwillig auch taten. Damit hatten wir 20 Km a Gaudi mit uns, dem Mountainbiker, der sich partout nicht abschütteln ließ und unseren Knochen......

Ziemlich erschöpft, natürlich ohne dass es der Mountainbiker bemerkte, erreichten wir Greifensteins Alten Hafen. Bisschen aufgeweckter wurden wir aber schon durch die Badenixen die am Weg dorthin Greifensteins Badestrand säumten....

Die Leute in der Gastwirtschaft wussten natürlich nicht, dass wir schon 180 Km in den Beinen hatten aber wahrscheinlich dachten die, dass wir schwimmen waren so nass und erschöpft waren wir anzusehen.

Aber, mittlerweile für uns kein Wunder mehr, der Gerstensaft vermischt mit Fruchtsaft gab uns neue Kräfte und vor allem wussten wir ja, wir haben es bald geschafft.

Über Kritzendorf und Klosterneuburg ging es zum Donaukanal wo wir uns von Thomas verabschiedeten der, so wie einige von uns, erstmals über 200 km in einem gefahren ist. Gerd fuhr mit uns noch zum Abschlussfest zum Roten Hiasl wo uns Rudi fast eingeschlafen wäre.....

So ging ein schöner, anspruchsvoller und unvergesslicher Radausflug mit der Lust auf Wiederholung zu Ende.

Danke auch besonders dem Ideengeber und Organisator Dieterle sowie allen Freunden.

Ulli