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200 km Brevet in Haid/Ansfelden - 16.4.2011

Das Sprichwort "wer rastet der rostet" hat mich beflügelt für 2011 eine neue Langstreckenherausforderung zu suchen und, wer suchet der findet.

Nur alle 4 Jahre gibt es jeweils im August das Langstreckenereignis Paris - Brest (Atlantikwestküste) - Paris. Diese Strecke ist 1 x 600 km hin und 1 x 600 km zurück.Genau, richtig gerechnet 1.200 Km die man in max. 90 stunden zu absolvieren hat. Man ist dabei nicht ganz alleine denn man wird von 6.000 Teilnehmern aus der ganzen Welt begleitet. Also fad werden kann einem bei dem Rennen wirklich nicht.

Als aufmerksamer Leser der HP unseres befreundeten Radclubs SERENO unter der Leitung des Peter Doppler, ist mir nicht entgangen dass einige seiner Vereinsmitglieder dieses PBP schon gefahren sind. Die Berichte darüber sind flott und gut zu lesen. Gratulation an diese Absolventen.

 

Aber zurück zu PBP 2011. Um sich überhaupt anmelden zu können sind die Vorschriften der Ranndonneursvereinigung, die weltweit agiert, einzuhalten. Bedeutet man muss sich im Rahmen von nationalen Brevets qualifizieren. Die Strecken sind 200/300/400/600 Km. Dafür zuständig ist Ferdinand Jung der Präsident des Audax Randonneurs Austria ist und seit 2007 ausgehend von Haid bei Ansfelden, agiert. Ein Superrandonneur der die jährlichen Quali Brevets veranstaltet und auch schon mal einen 1.000er Brevet "einstreut". Dass er schon selbst PBP gefahren ist versteht sich von selbst und zwar schon 3 mal.

Das Wort "Randonneur" bedeutet so was ähnliches wie Wanderer oder Aufbrecher.

 

Nun der Bericht von meinem ersten Quali Brevet über 200 Km am Samstag 16.4.2011:

Um 5 uhr früh machte ich mich auf den Weg von Wien nach Haid wo der Start für 8 Uhr geplant ist. Das Kuota Kult gut verstaut, mehr Regen- und warme Sachen eingepackt als üblich, ein paar Safterln im erlaubten Rahmen in den Flaschen und flugs war ich um 7 Uhr in der Tennishalle Fussl in Haid. Überaus herzlich wurde ich dort von Ferdinand Jung dem Veranstalter und seiner Frau Edith empfangen. Ein Plastiksackerl für die Trikottasche beinhaltete den Kontrollausweis, kartonierte Streckenbeschreibung und eine kleine Strassenkarte für den Fall der Fälle sollte man alleine irgendwo in der Gegend "herumhängen". Das Startgeld von € 17,- beinhaltet diese Unterlagen, Verpflegung bei den 3 Kontrollstellen und ein herrliches Gulasch nach dem Rennen und als besonders schöne Draufgabe eine Urkunde mit einem aktuellen persönlichen Foto geschossen auf der Strecke. Ach so, noch etwas herrliche Kuchen bei der Verpflegung und im Ziel waren auch dabei.

Da in der Vorwoche schon ein 200er Brevet stattfand,  60 Teilnehmer, waren bei unserem Termin nur 21 Radler angemeldet. Mit Spannung wurde ich als "neuer" beäugt, und ich habe wahrscheinlich genau so agiert. Nach einer kurzen Ansprache von Ferdinand am Start ging es Punkt 8 Uhr auf die Strecke. Die Route verlief über

Wels-Gmunden-Traunsee-Attersee-Mondsee, also im schönen Salzkamergut. Das Wetter war gnädig obwohl es nur 7 Grad beim Start hatte aber es war trocken und der Wind war zumindest vormittag gnädig zu uns. Mein Bestreben war, nur ja nicht abzureissen um die Landkarte nicht in Anspruch nehmen zu müssen. Die ersten Kilometer dienten zum einfühlen ans Tempo und um  die Fahrer, einige sind ja schon Superrandonneure die immer wieder die Brevets fahren, zu beobachten. Nach kurzer Zeit haben sich 4 Fahrer gelöst uns sind vorne weg. Hinten weg sind 2 Verblieben und der Rest von 15 ist eigentlich bis zum Ziel zusammengeblieben. Eigentlich deshalb, weil wir auf einen Mitstreiter bei den Kontrollstellen nicht lange aber doch, gewartet haben. Das war sportlich kollegial, hebt den eigentlichen Gedanken der Randonneursvereinigung in den Vordergrund, gefällt mir.

Das Tempo war flott und bei den vielen Bergankünften (2.000 HM) wurde oben immer gesammelt und vereint weitergefahren. Trotz heftigem Gegenwind auf den letzten 70 Km erreichten wir gemeinsam einen Schnitt von fast 30 Km/h. Reine Fahrzeit 6 3/4 Stunden. Bruttozeit 7 1/2 Stunden.

 

Alles in allem eine tolle Veranstaltung, familiär aber doch proffessionell aufgezogen. Man merkt auch vom Weltverband gut organisiert mit strengen Richtlinien für die Brevetsveranstalter und für uns Fahrer.

 

Also, wer vom VCS Lust hat etwas anderes zu erleben, der ist gerne eingeladen einmal mitzufahren. Mein nächster Start für den 300er ist am 14.5.2011 ich werde zu berichten wissen.

 

Euer Ulli