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07.03.2019

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RV VCS Grenzlandtour 2013

RV Velo Club Simmering Jahrestour 2013 “Grenzlandtour”

Außer man tut es!


Wie es sich letztendlich herausstellte, war dieses das über alles stehende Motto unserer “Grenzlandtour” 2013 die diesmal auch mit persönlichen Grenzen zu tun hatte und über das Weinviertel - Tschechei - Waldviertel - Mostviertel zurück nach Wien, führte. Die Wetterprognose für den Fronleichnamsdonnerstag grausig, für den Freitag grausiger und für Samstag und Sonntag noch grausiger. Es war den 24 Teilnehmern nicht zu verdenken das sie sich kurz vor Tourbeginn Gedanken über die eigene Teilnahme machten. Aber es war schon im Vorfeld angesagt, die Jahrestour wird bei jedem Wetter gefahren und so waren es vor der Tour nur 3 Teilnehmer die dem miesen Wetter Tribut zollten. Allerdings kamen dann in Breclav (CZ), dem ersten Tagesziel, noch 3 weitere Absagen hinzu.

 

Nun, die Ereignisse aus meiner Sicht:

 

Donnerstag 30.5.2013 (Wien-Breclav 110 Km/650 HM)

Ein frühmorgendlich besorgter Blick aus dem Fenster. Super, bewölkt aber kein Regen

und wenig Wind. Hurra, die Tour beginnt im trockenen, trotzt also allen Zweiflern. Ein gutes Frühstück sicherheitshalber diesmal etwas üppiger, hinein in die Radklamotten (lang/lang) rauf aufs Rad und ohne Gepäck (das hatten wir schon am Vortag in Robert´s Auto verladen) gemeinsam mit Dieter der mich im 22. abholte, rauf in die Hauffgasse zum Start um 9 Uhr.

Nehme mal an, dass dieses Prozedere alle Beteiligten so oder zumindest so ähnlich erlebt haben. Pünktlich um 9 Uhr konnten die Gruppen Speedy und Sport den ersten Tourtag eröffnen. Zügig ging es über Essling und Raasdorf Richtung Gänserndorf und Hoppla, bereits in Höhe Markgrafneusiedl, 25 Km nach dem Start, begrüßte uns der Regen gesellte sich unbestellt zu uns und hat uns bis zum Ziel das Hotel Celnice in Breclav (CZ) nicht mehr verlassen. Besonders schön war, dass uns der leider für die ganze Tour verhinderte Christian Thurner bis Gänserndorf (bei strömenden Regen) begleitete. Danke für die Unterstützung.

Tapfer stellten wir uns Wind und Regen entgegen, erzählten uns gegenseitig halblustige Witze - die eh keiner wahrnahm - und benahmen uns so als ob wir täglich im Regen unterwegs wären. Na ja, ehrlich gesagt, ich tat halt so als ob.... Und als ich meine Gruppe auch noch eine Abfahrt herunterjagte die 3 Km lang war, sich als falsch herausstellte und wir wieder gegen schärfsten Wind hochkrabbeln mussten, tat ich halt so als ob im Regen fahren zu einer meiner größten Leidenschaft zählt.....

Dann, nach dieser ersten harten Prüfung, welch herrlicher Anblick, unser schönes Hotel Celnice gleich nach der Grenze das man wirklich ruhigen Gewissens weiter empfehlen kann. Flugs wurden die Zimmer belegt und bei der Gelegenheit gleich einmal tropfenderweise schön unter Wasser gesetzt. Einige gingen nach der heißen Dusche etwas essen andere gleich in die Sauna und dann zur vorbestellten Massage. Es tat sooooo gut. Nach dem Abendessen besorgte Blicke zum Himmel der seine Regentätigkeit mittlerweile einstellte um aber dann zur Abfahrt um 9 Uhr des nächsten Tages pünktlich wieder einzusetzen.

Da war der Entschluss weiterer 3 Teilnehmer w. o. zu geben zwar verständlich, aber nicht ganz den kameradschaftlichen Normen des RV VCS entsprechend. 1 Teilnehmer von ihnen hatte allerdings schon krank seinen morgendlichen Fahrtantritt begonnen.

 

Freitag 31.5. (Breclav - Slavonice 155 Km/1320 HM)

 

Abfahrt der nunmehr 17 Radler und unserem Robert Schiller im Begleitauto, pünktlich 9 Uhr bei vorerst leichtem Nieselregen. Und siehe da, mein nächtliches beschwörendes

medizinmännisches tanzen rund um das Hotel mit kurzen Abstechern an die Restaurantbar zur Belebung und Kräftigung meiner Sinne, zeigten offenbar Erfolg denn der Regen hörte nach 3 Km (!) gänzlich auf, ja es trockneten sogar die Straßen und wir waren, man glaubt es kaum, trotz bedrohlich dunkler Wolken bis zum Ziel in Slavonice ohne Regen dafür mit kräftigen Rückenwind (Wind aus östlicher Richtung eher selten) unterwegs. Haarscharf entlang der öst. Grenze ging es nördlich dem Tagesziel, Hotel Arkade in Slavonice, entgegen. Unsere Speedys waren, wie schon am Vortag, sehr flott unterwegs. Es bleibt nur zu hoffen, dass sie auch die eigenartige Schönheit und den Reiz dieser Region bemerken konnten.

Jedenfalls empfingen sie die Sportgruppe schon schön geduscht und gut aufgelegt vor den Toren des Hotels Arkade.

Die Stimmung erreichte noch vor dem Abendessen den Höhepunkt, als die Sonne den sehr schönen Hauptplatz dieser altehrwürdigen Stadt für einige Zeit erhellte.

Das Abendessen preiswert gut und reichlich, war nur noch mit dem guten Bier und einigen Becherovkas zu toppen und als Leo noch mit tschechischen Zahlen und Wörtern den Abend - na ja eigentlich die Nacht - belebte, nahm ein sehr schöner und sportiv ausgelasteter Tag sein zufriedenes Ende.

 

Samstag 1.6. (Slavonice - Traismauer 120 Km/925 HM)

 

Wenig Wolken kein Regen und einen gewünschten Wind aus Nordwest, der Tag könnte gut beginnen.... träumte ich in der Nacht. Manchmal werden Träume wahr und so war es auch an diesem Tag. Nach gutem Frühstück und bei mir ein bisschen unverständlichem ;-)) brummen im Schädel, machten wir uns genau bei diesen guten Bedingungen auf den Weg Richtung Grenze Österreich, die wir schon nach 2 Km erreichten. Bester Straßenbelag und breite Straßen begrüßten uns, aber leider nur bis Dobersberg, denn da ignorierten beide Gruppen eine Umleitung, die dann nur unter größter Anstrengung über verschlungene Wiesenwege überwunden werden konnte. Doch nach 1 Km mühsamen Weg war die Welt wieder in Ordnung und wir fuhren bei sonnigen Wetter über Waidhofen/Thaya nach Horn und Gars am Kamp.

Dort hörte das stetige hügelige Auf und Ab auf und wir flogen nahezu das Kamptal hinab nach Langenlois einer sehr schönen Weinstadt, gelegen 10 Km vor Krems. Die Fahrt durch die Innenstadt entschädigte uns für den folgenden langen Aufstieg nach Gneixendorf. Direkt ging es weiter in die Altstadt von Krems dem Donauufer entlang, an dem von der Feuerwehr schon Vorbereitungen wegen dem drohenden Jahrhunderthochwasser getroffen wurden.

Ein Blick von der Mauterner Brücke über die bereits aus den Ufern geratene Donau bestätigten diese Maßnahmen. Trockenen (Rad) Fußes und nach einer herrlichen leicht hügeligen Schlussfahrt durch kleine schöne Weinorte erreichten wir bald unser Tagesziel, das Hotel zum Goldenen Schwan in Traismauer.

Im Arkadenhof des seit 250 Jahren in Familienbesitzes befindlichen Hotels, ließen wir diesen schönen Tag gemeinsam bei einem Willkommenstrunk mit abschließendem gepflegten Abendessen im Hotel ausklingen.

 

Sonntag 2.6. (Traismauer - Wien ca. 80 Km)

 

Morgens jeden Tag das Gleiche. Der Blick aus dem Fenster, wie schaut es denn mit dem Wetter aus? Diesmal wieder einmal, grausig. Regen so weit das Auge reicht mit wenig Aussicht auf Besserung.

Wir beschließen gemeinschaftlich die ursprünglich Route über Kogl und dem Hengstl sausen zu lassen und wählen bei strömenden Regen den schnellsten Weg über Tulln und dem Donauradweg nach Wien.

Die Speedys mit Franzi als Gruppenleiter preschen gleich einmal weg, meine Sportgruppe geht es eher etwas gemütlicher an. Aber was kann da eigentlich gemütlich sein? In Tulln erreicht mich Franzi und teilt mir tel. mit, meide den Donauradweg denn er irrt mit seiner Gruppe in den Donauauen wegen Überflutung herum und muss großflächig auf die Bundesstrasse ausweichen. Daher wählt die Sportgruppe den direkten Weg über St. Andrä v.d. Hagenthale wobei wir bei nach wie vor strömenden Regen in Zeiselmauer einen grossen Bahnübergang überqueren mussten. Und dabei passierte das Missgeschick eines Sturzes in der Sportgruppe, in dem von 11 Fahrern 6 Fahrer (!) verwickelt waren. Besonders dramatisch der Umstand, dass in dem Moment das Schrankensignal auf gelb und in der Folge auf rot

sprang sich daraufhin die Schranken senkten, also sich ein Zug näherte. Rudi behielt die Nerven und schrie alle von den Gleisen, die auch Gott sei Dank rechtzeitig vor Heranbrausen des Schnellzuges, von den unter Schock stehenden gestürzten, geräumt wurden.

Die Blessuren wurden in sicherer Entfernung nach und nach begutachtet denn jeder hatte mehr oder weniger schmerzvolle Abschürfungen sowie Prellungen erlitten. Alle der gestürzten bissen die Zähne zusammen und konnten somit die Fahrt über die Hagenblachklamm (Steigung und alles tat weh) nach Klosterneuburg und Wien fortsetzen. Größte Hochachtung den gepeinigten ob dieser Leistung und baldige Besserung!!

Nach ca. 80 Km erreichten wir nass, durchfroren aber mit dem Wissen in diesen 4 Tagen etwas Einzigartiges geleistet zu haben, unser Ziel und Ausgangspunkt die Hauffgasse.

 

Ein DANKE von mir an den “schillernden” Robert, dem bewährten Gruppenleiter und Kassier Franzi und an ALLE jene die mir die Treue bei der wohl schwersten VCS Jahrestour die wir bisher veranstalteten, gehalten haben. Auch unseren tapferen sportlichen Damen Anni und Dani ganz großer Respekt vor eurer Leistung!

 

Bleibt mir nur noch unserem Hoti baldigste Besserung zu wünschen und eines darf ich auch im Namen ALLER sagen, Du hast uns sehr gefehlt!!

 

Ulli

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